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Jo Boxer
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Titel: Alleskönner
Beigetreten: 17.08.2012 - 21:18
Heiligmorgen Mofa Ausritt im Münsterländischen 2018

Moinsen an alle Stormrider und die die es werden wollen!

Wie schon seit Jahren, auch in diesem Jahr wieder the one and only Kultur für Mopedenthusiasten in der Welt. (Zitat D.J. Trump, Präsident von Irgendwas, einem der NIE lügt!).

Leider gab es in diesem Jahr mal wieder einige Stormrider Minimi‘s die wieder mit den billigsten Ausreden um die Ecke kamen, wie: ich schenke heute meinen Patenkind ein Mofa (*ROFL* - wer glaubt denn sowas? Ich schenke meinem Patenkind ein Handy oder Tablet - o.k., Stimmt! Kinder wollen keine Mofa‘s.). Der andere kommt mit: „Wann fahrt ihr los? Wie 10.00 Uhr? Neeeeeee, dass ist zu früh. *shok*. Sag doch einfach deine Freundin stellt dich vor die Wahl Mofa oder ... .:toilet:. Eine echte Mimi, die ihr keine Ansage macht. Aber die Männer verweichlichen halt heutzutage!

Da echte Stormrider (hier I und II) ja jedem Wetter trotzen haben wir uns dieses Mal auch wieder auf die Rösser geschwungen und sind unter widrigsten Umständen in die Welt gezogen. Jawohl.

Der Morgen hatte ein paar wenige Wolken am Himmel mit strahlendem Sonnenschein, 8 Grad und es war furz trocken. Man konnte eigentlich nicht von gutem Wetter sprechen und wir haben wirklich überlegt los zufahren. Das Wetter ja war eigentlich völlig unter der Würde eines Stormriders. Aber im Alter wird man ja pfiffig und ist mit allen Wassern gewaschen, daher fluchs von der siebenfachen Zwiebelschicht in T-Shirt und kurze Hose gewechselt sowie den Namen der Tour geändert. Und schon konnte es los gehen bei der :

 

DER SONNE ENTGEGEN TOUR 2018 - MIT DEN ZWEI EILIGEN KÖNIGEN UNTERWEGS!

 

So fuhren dann wieder die ehemaligen Stormrider I (TimRex) und II (Jo Boxer), jetzt Eiliger König I + II los, diesmal der Sonne entgegen. Die Jenny war wieder vollgetankt und bepackt. Am Tag vorher noch eine kleine Inspektion gemacht und es konnte los gehen...

Die getreuen Gefährten schmissen sich auf ihre Rappen und trappten los. Wie in den Jahren zuvor wusste keiner was sie auf dem beschwerlichen Weg durch die Ebenen der münsterländischen Korn- und Grassteppen erwartete. Mit ihrem ortkundigen Führer wähnten sie sich sicher wie immer auf den verschlungenen Pfaden. Denn in diesem Jahr hatte sie bei „Koboldturen - wenn sie sich auf uns verlassen (werden sie im Wald verlassen - Der Scheiß steht natürlich mit unsichtbarer Koboldtinte auf dem Plakat! :-|) den zuverlässigsten Führer für das Land Munsdor gebucht, den es für dreißig Silberlinge gab. Irgendwas sagte uns, dass was Komisches an der Bezahlung war, aber wir kamen so schnell nicht drauf. Was ja auch nicht verwundert, denn die hellsten Köpfe können ja an einem Heiligen Morgen nicht mit dem Moped in der Gegend unterwegs sein... 8-)

Was I und II diesmal ja aufgrund der horenden Bezahlung und den eidesstattlichen Verischerungen des Kobold Reiseunternehmens nicht ahnten - der Grüne Kobold auf seinem Mars Mofa (hätte dies ein weiteres Zeichen sein sollen?) hatte keine Ahnung wohin der Weg sie führen sollte. Und so kam es auch, dass er die Helden nach nur wenigen Kilometern in einen Wald führte und sie auf einem schlammigen Feldweg mitten im Modder von Mundor eiligst durch die Büsche verlies. Da standen sie nun die Beiden, Hänsel und Gretel und hatten keine bunten Steine hinter sich geworfen,... Ups, falsches Märchen. :-D  In diesem Moment wurde dann auch die Tinte sichtbar auf dem Vertrag und eine große zusätzliche Schrift erschien: sollte sie der Kobold im Wald verlassen, so ist dies ein natürliches Ereignis und somit bedarf es keiner Rückerstattung des Salärs. *bad*

Soweit so schlammig. Da sich die Helden der unendlichen Geschichte diesesmal nach Westen wandten, wandelten sie, nach dem sie den bösen Dunkelwald durchfahren hatten, auf den Pfaden der Tugenden bis zur Heimstätte Hembergorowski. Um diese kühne Tat zu dokumentieren, stiegen sie von Ihren Rössern und erstellten fluchs ein Beweisgemälde. 

Danach überquerten sie den Fluß Emsos, um sich im 50 Seelen Dorf auch noch dreimal zu verfahren. (Wenn er doch dem EK II nicht die Führung überlassen hätte...)

Danach ritten sie souverän auf der roten Jenny und der blauen Irgendwas, bei 10 Grad und herlichstem Sonnenschein weiter voran. Der Weg streifte nach etlichen Kilometern, wie durch eine Zufall die Fluchtburg des Eiligen II, die mitten auf dem Land voll gepfercht mit treuen Pferden der Rasse Piaggio liegt. Danach ging es am Rande des Marktfleckens Reckenfield wieder über schlammige Pfade in die Wälder des Westens. Es gab diesmal ziemlich viele schlammige Pfade, wenn ich so überlege *JOKINGLY*. Aber nun plagte die tapferen Könige der Hunger und sie wollten im vorher empfohlen Bauern Café einkehren. Dieses wurde Ihnen im Wald von einer kleine, gramgebeugten Frau auf deren einen Schulter eine Krähe saß und auf der anderen eine schwarze Katze, wärmstens empfohlen (mmmh - immer noch im falschen Märchen?) Leider hatte aber nur den Bauernladen auf und das Café geschlossen. 

So ging es weiter bei schönstem Sonnenschein durch Alleen und Wiesen und Felder bis zum Örtchen Norderwalde im Westen (Norden im Westen? Kein Wunder dass man sich hier dauernd verirrt). Bis hierhin war es eine ruhige und kurvenreiche Fahrt, man hat es gemütlich angehen lassen. Der Kirchturm wies uns den Weg zu einer verschwiegenen Bäckerscheune am Rande der Stadt mit gemütlichen Ausschank. 

Aus den Erfahrungen der Vergangenheit (siehe Reiseberichte 2013-2017) erwarteten wir gegen 11.34 Uhr (Öffnugszeit bis 12.30 Uhr) wieder den besten Service mit den zitatswürdigisten Sprüchen. Aber weit gefehlt! Zu unserem beider Erstauen wurde uns freundlich ein freier Tisch, direkt neben einer Krippe mit vielen Menschen und Tieren zu gewiesen und diese schauten unter großem Hallo auf ein kleines Kind, welches in der Krippe lag. Wir ließen ein Geschenk für dieses Weihnachtskind in Form von 2 Litern Motul 2T Öl zurück. Alsbald (keine 10 Minuten) kam eine freundliche Auszubildende um die Bestellung aufzunehmen. Sehr schön. Aus zwei Stück Mandarinen Schmand und zwei Cola Light und einem Capuccino wurden dann zwar auf einmal zwei Kuchen, zwei Cola und zwei Cappuccinos, aber ich denke, dass der Chef gesagt hat: Hier Helga, den haben wir noch über und der steht erst 10 Minuten - lächele Sie an und dann werden wir den auch noch los. Dies hätte sicher auch funktioniert, wären wir nicht durch unsere langen Reisen mit allen Kniffen der Bäckereidienstleister dies und jenseits des Flusses Emsos vertraut. Dann erwartete uns aber ein leckerer Kuchen und Cappuccino sowie ein exzellenter Jahrgang einer Cola Light.

Nach rund 30 km musste dann auch das blaue Etwas aufgetankt werden, während die rote Jenny überhaupt nicht hungrig war und munter schnurrte.

Und sicher fehlt dem geneigten Leser aus diesem Forum bisher eins, er vermisst es regelrecht - eine Panne. Aber da darf ich euch im Vorgriff schonmal enttäuschen - gibt es nicht. Hier sind Profis unterwegs. :rock:*ROFL*

 

Der zweite Teil der Tour wurde dann, nachdem man dem Labyrinth der Gassen des Marktfleckens entronnen war, im Tempo um einiges schneller. Wenn die Strecke es erlaubte, flogen die Pferdchen zwischen 62 -67 km/h die Strecke entlang. Der zweite Teil hatte so auch einige Speedpassagen, aber auch wieder kurvige Abschnitte zwischen dem Weiler Han o soll und dem Golddörfchen Gimbte. Und wieder ging es auf verschlungen Pfaden über den Fluß Emsos mit Vollgas in Richtung Heimat. Nach der zügigen Durchquerung eines Neubaugebietes von vielen kleinen Hobbithütten, kamen wir dann auch gegen die Mittagszeit wieder in Greiwen an.

Alles in allem eine sonnige, pannenfreie 75 km Tour, die wie jedes Jahr unheimlich Spaß gemacht hat. Wer nächstes Jahr mitfahren möchte, kann sich gerne melden.

Noch schnell den Dreck an der Tankstelle um die Ecke wieder abgespült und die Jenny ist wieder bereit für neue Taten.

Euch allen da draußen wünschen wir ruhige, gesunde und vor allem besinnliche Weihnachten! :genau:

France Sud-Quest Perfomance
Phillip Vergasör
Ze Gurp

UndTschuess